Rentierkälbermarkierung nach Mittsommer 

So lange wir Wasser haben, worin Fische leben

So lange wir Land haben, worauf die Rentiere

weiden und wandern

So lange wir Gebiete haben, wo die Wildnis sich versteckt

haben wir Trost auf dieser Welt

Paulus Utsi

2007

Teil 1

 

Wieder konnten wir ein neues Abenteuer mit den Rentieren im Polarkreis hautnah miterleben. Nach einem Besuch von einem Sami im Mai auf unserer Rentierfarm in Deutschland, kam die Frage auf, ob wir nicht zur Rentierkälbermarkierung Ende Juni, Anfang Juli mit meinem (Trike ) Ultraleichtflugzeug in den Polarkreis kommen könnten, und die Renis mit dem Flieger suchen. Das spart viele Kilometer zu Fuß und vor allendingen viel Zeit . Nach kurzer Absprache mit der Familie und meinen Freuden stand die Entscheidung fest: wir fahren in den Polarkreis und suchen vom Flieger aus die Renis! Mit dem Hubschrauber Rentiere zu suchen ist einfach zu teuer, auch für die Samis, deshalb haben wir es mal mit einem Trike versucht, und es hat super funktioniert . Nachdem ich mir dann alle erforderlichen Genehmigungen und Kartenmaterial besorgt hatte stand der Idee, 35000 ha mit dem Trike auf Renis abzusuchen, nichts mehr im Wege .

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach ca.2000 km Fahrt mit dem Wohnmobil hatten wir es endlich geschafft, und am nächsten Morgen sofort mit dem Aufbau des Trikes begonnen. Es sollte in der Nacht schon los gehen Renis suchen!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Alles richtig anpassen und verschrauben, und dann kann es auch schon fast losgehen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Noch ein bisschen putzen und dann können wir heute Nacht auch schon losfliegen! Aber bis dahin noch ein bisschen Urlaub.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hier nochmal Antworten auf die 2 am häufigsten gestellten Fragen: "Ist es nicht zu Warm in Deutschland für die Renis?" und "Ist unser Gras nicht schädlich für die Renis?" . In Deutschland war zu diesem Zeitpunkt Regenwetter mit etwa 15- 18 Grad C, aber dafür zwei drittel Mücken weniger als in Schweden. Auch im Polarkreis sind 30 Grad keine Seltenheit und auch grüne Wiesen wo die Renis weiden sind nicht selten!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Und dann passiert es, ein kräftiger Regenschauer lässt mich erst mal am Boden. Aber nach 2 Stunden hört der regen dann wieder auf , und dem ersten Start steht nichts mehr im Weg.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

So jetzt ein bisschen langsamer, denn rechts ein Strompfahl und links das Haus... hhhmmmm klappt beim ersten mal nicht, also Rückwertsgang und noch mal :)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Blick zum Windsack und ab geht's in die Luft vom Samiland und Renis suchen!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Und das sind die ersten Eindrücke vom Samiland soweit das Auge reicht alles IKEA! Nur Bäume und Wasser.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das ist die Fläche die wir absuchen müssen. Irgendwo stehen hier ca. 500 -600 Renis...die müssen doch zu finden sein!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach einer knappen Stunde haben wir die ersten dann gefunden. Erstaunt war ich darüber: wir haben es eine Stunde nach Mitternacht und bestes UL-Fliegerwetter!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Und da sind schon die Nächsten! Aber es ist nicht die große Herde, also weiterfliegen denn die ist bestimmt in der Nähe.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Es werden immer mehr

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Und da sind sie auch schon nur ca. 2 km weiter finden wir dann die große Herde. Nochmal einen Überflug, und dann ist alles klar, es sind die gesuchten Renis !

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Jetzt noch fix ein paar Runden und dann wieder nach Hause.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nachdem ich und Jörgen dann gelandet sind, ging es ab in den Wald die Renis auf den richtigen Weg zum Medow leiten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir haben dann per Quad die Wege gesichert, damit die Renis nicht zurück laufen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Halb vier war dann Feierabend, und dann ging es ab ins Bett. Es ist immer noch nicht Dunkel.

 

Zur Seite 2

 

Zurück